
Anatomie und Terminologie
Ach wie hab ich in der Ausbildung doch geschwitzt bei den vielen Muskelnamen und Knochen.
Wozu um Himmelswillen muss ich wissen was eine Piloerektion ist? Als Rettungssanitäterin?
Naja, "Gänsehaut" haben mir einige Einsätze beschert, aber wozu muss ich das auf lateinisch sagen können?
"Dieser Einsatz war piloerektiv!" tönt schon etwas ... geschwollen... oder besser tumorig... jaja Tumor heisst nichts anderes als geschwollen!
Nicht nur in meiner Laufbahn als Rettungssanitäterin wurde ich regelmässig mit Fachbegriffen und Krankenakten, die nicht laiengerecht sind, konfrontiert.
Viele Klienten bringen mir heute ihre Krankenakten mit, weil sie nur "Bahnhof" verstehen.
Da bin ich doch plötzlich froh, dass ich zumindest weiss, wo nachschlagen, aber auch immer wieder staune, was ich noch so weiss.
Dieser eintägige Workshop soll Dir helfen, Dich im Körper über das hinaus zurecht zu finden, was du ev. für Deine Massage- oder Coachingausbildung gelernt hast.
Du lernst die Funktion der wichtigsten Organe wie Herz, Gehirn, Lunge, Leber, Niere und Darm kennen.
Die Zusammenhänge und Folgen der Funktionseinschränkungen.
Was Du als Therapeut unterstützend einbringen kannst.
Ebenso unterhalten wir uns etwas über die Wichtigkeit der Sprache der Ärzte und was es hilft, mit ihren Begriffen zurück "schlagen" zu können ;-).
Es ist so, dass über jedes der Organe Tage mit Informationen gefüllt werden könnten, ich werde die wichtigen Dinge heraus picken, so dass es eine gute Übersicht gibt.
Auch dieses Seminar ist als Weiterbildung Kassenanerkannt.
(da Ärztliche Begleitung und klassisch medizinisch)
Hier mal eine kleine Auswahl Terminologie nur aus der Psychopathologie: (kein Anspruch auf vollständigkeit)
| Adipositas | Fettleibigkeit |
| affektiv | was die Gefühle betrifft |
| Agoraphobie | Angst über grosse Plätze zu gehen oder vor fremden Orten |
| Akalkulie | kann nicht rechnen, Rechenstörung |
| Akinesie | Bewegungsarmut bis Bewegungslosigkeit |
| Alexie | Unfähigkeit zu lesen |
| Alogie | Sprachverarmung |
| Amenorrhoe | Ausbleiben der Monatsregel |
| Amnesie | Erinnerungsverlust |
| Amphetamine | Synthetisch hergestellte Stimulatoren |
| Anamnese | Erhebung der Krankheitsgeschichte vor der Therapie |
| Anankastisch | Zwanghaft |
| Anankastische Pers. störung | zwanghafte Pers. störung |
| Anhedonie | Verlust der Fähigkeit Freude zu empfinden |
| Anorexie | Magersucht |
| anterograde Amnesie | Verlust von Erinnerung NACH einem Trauma |
| Anurie | Ausbleibende Harnausscheidung od. weniger als 100ml/Tg |
| Anxiolytikum | Psychopharmakagruppe bei Schizophrenie |
| Apathie | Antriebshemmung |
| Aphonie | Stimmlosigkeit |
| Apoplexie | Hirnschlag |
| Apraxie | Störung der Ausführung willkürlicher zielgerichteter motorischer Funktion |
| Ataxie | Störung des Gleichgewichts und Bewegungskoordination |
| Ätiologie | Entstehungsgeschichte oder Ursache einer Krankheit |
| Benzodiazepine | Wichtigste Gruppe der Tranquilizer od. Anxiolytika, süchtigmachend |
| bipolar | zwischen zwei Polen |
| BMI | Mass für Fettleibigkeit (Abkürzung) |
| Bradykardie | sehr langsamer Herzschlag |
| Bruxismus | Zähneknirschen |
| Bulimie | Fress- und Brechsucht (Ochsenhunger) |
| Compliance | Kooperationsbereitschaft |
| Delir | Akute Psychose organischen Ursprungs |
| Demenz | Erworbene Intelligenzminderung, Verminderung kognitiver Fähigkeiten |
| dependent | abhängig, meist mit depend. Pers.störung |
| Depersonalisation | die eigene Person wirkt fremd |
| Derealisation | Umwelt erscheint nicht mehr „Normal“ (Wände stürzen um) |
| Dermatozzoenwahn | Besessenheit mit der Idee von kleinen Tierchen auf der Haut |
| Diarrhoe | Durchfall |
| Differenzialdiagnose | die Abgrenzung einander ähnlicher Krankheitsbilder |
| Dissoziation | Abspaltung der Psyche vom Körper |
| Diurnus | Lat. tagsüber |
| DSM | Psychiatrisches Manual |
| Dysathrie | versch. Störungen des Sprechens |
| Dyskalkulie | gestörtes Rechenverhalten |
| Dyskinesie | Störung eines Bewegungsablaufes, meist als NW von Medikamenten |
| Dyslexie | Legasthenie |
| Dysmenorrhoe | schmerzhafte Monatsregel |
| Dysmorphophobie | Einbildung, einer od. mehrere Körperteile seinen missgebildet |
| Dyspareunie | nicht Organisch bed. Schmerzen beim GV |
| Dyspraxie | Ungeschicklichkeit, mangelnde Bewegungskoordination |
| Dysthymia | depressive Verstimmung |
| Dysurie | erschwerte oder schmerzhafte Blasenentleerung |
| Echolalie | Wörter wiederholen |
| Echopraxie | Gesten wiederholen |
| Ejaculatio praecox | vorzeitige Samenerguss |
| Endokrin | Drüsen, die ein Hormon direkt in die Blutb. geben |
| Enkopresis | Einkoten |
| Enuresis | Einnässen |
| Epidemiologie | Ursachen und Folgen sowie der Verbreitung Ereignissen in Populationen |
| Epikrise | Bericht nach der Therapie über Verlauf und Diagnose |
| Exokrin | Speicheldrüsen sind ... |
| Fetischismus | Sexuelle Fixierung auf Gegenstände |
| Formale Denkstörung | Form-Chaos, völlig sinnloser Text |
| Frigidität | geringer sexueller Genuss oderVverlangen |
| Frotteurismus | sich an anderen zur Befriedigung reiben |
| funktionell | nicht organisch bedingt |
| Halluzinogene | z.B. LSD, Meskalin |
| Hebephrenie | seltener Wahn bei Jugendlichen |
| Histrionisch | theatralisches Verhalten meist im Zusammenhang mit histr. Pers. störung |
| hospitalismus | mangelnde Umsorgung und lieblose Behandlung in Spital oder Heim |
| Hyperemesis gravidarum | Schwangerschaftserbrechen |
| Hypersomnie | Übermässiges Schlafen |
| Hypertonie | hoher Blutdruck |
| Hypervigilanz | übersteigerte Wachsamkeit |
| Hypochondrie | Besessenheit, krank zu sein |
| Hypoglykämie | Unterzuckerung |
| Hypomanie | abgeschwächte Form der Manie mit einer gehobenen Grundstimmung und gesteigertem Antrieb |
| Hypotonie | niedriger Blutdruck |
| ICD | Int. Klassifikation der Krankheiten |
| ich-dyston | zum Eigenbild nicht passend |
| ich-synton | zum Eigenbild passend |
| inhaltliche Denkstörung | Text zwar verständlich aber nicht nachvollziehbar mit Neologismen |
| Insomnie | Schlaflosigkeit |
| Inzidenz | die Anzahl der Neuerkrankungen zu einem bestimmten Zeitpunkt |
| Katamnese | Bilanz der Therapie |
| Katatonie | Verharren in stereotypen Bewegungen oder Starre |
| kognitiv | Denken, Wahrnehmung, Orientierung, Gedächtnis usw. |
| Komatös/Koma | Qualität bei BW Verlust |
| Konfabulation | Erfinden von Geschichten zum Auffüllen von Gedächtnislücken |
| Konversion | die Übertragung von Affekten wie Angst, Aggression auf Organe, Abwehrmechanismus auf andere Menschen |
| Koprolalie | Obszöne Wörter reden |
| Korsakow-Syndrom | schwere Störung des Kurzzeitgedächtnis, das durch erfundene Geschichten kaschiert wird |
| Lanugo | Wollhaarflaum (erscheint bei Magersucht) |
| Larviert | eine versteckte Depression nennt man auch... |
| Logorrhoe | Unstillbarer Rededrang mit Kontrollverlust |
| Miktion | Wasserlassen, Miktionsstörungen sind häufige NW von Psychopharmaka |
| Morbidität | die Krankheitswahrscheinlichkeit eines Individuums bezogen auf eine bestimmte Population |
| Morbus | Krankheit |
| Mutismus | Kommunikationsstörung, psychogenes Schweigen |
| Münchhausen-Syndrom | Vortäuschen von Krankheiten, um gepflegt zu werden. Bis Selbstverstümmelung od. Kindesmissbr. |
| Narkolepsie | krankhaftes plötzliches Einschlafen |
| Narzissmus | geringes Selbstwertgefühl bei erh. Einschätzung der eigenen Wichtigkeit, Wunsch nach Bew. |
| Nekrophilie | Sexualtrieb, der auf Leichen gerichtet ist |
| Neologismen | Wortneuschöpfungen |
| Neurasthenie | Nervliche Erschöpfung |
| Neuroleptika | Gruppe von Psychopharmaka zur Beh. von Schizophrenie, Wahnvorstellungen und Manie |
| Neurose | psych. Störung ohne organische Grundlage, mit Realitätsbezug |
| Nocturnus | Lat. nachts |
| Nootropika | Medi zur Verbesserung der Hirndurchblutung |
| Nosophobie | Angst vor Krankheit |
| Obstipation | Verstopfung |
| Oligophrenie | Angeborene od. frühkindliche Intelligenzminderung |
| Paranoia | Wahn |
| Parasomnie | Störungen des Schlafes |
| Paresen | unvollständige Lähmung |
| Patathymie | inadäquate Affekte, Fehlverhalten z.b. lacht bei Todesnachrichten |
| Phasenprophylaktika | Psychopharmakas (Lithiumsalze) zur Vorbeugung vor Rückfällen nach Antidepressiva-Therapie |
| Phobie | Konkrete Angst (isolierte) |
| Pica | seltene Essstörung, zu sich nehmen von ungeniessbaren oder ekelerregenden Substanzen |
| postiktale Symptome | Symptome nach einem epileptischen Anfall |
| postpartal | nach der Entbindung |
| Prävalenz | Krankheitshäufigkeit ist eine Kennzahl der Gesundheits- und Krankheitslehre |
| Projektion | Abwehrmechanismus |
| Psychomotorik | Bewegungs- Ausdrucksverhalten, das durch psych. Vorgänge beeinflusst wird. |
| Psychose | schwere psych. Störung mit Realitätsverlust und Wahngedanken |
| Psychotrop | auf die Psyche wirkend |
| Puerperalpsychose | Wochenbettdepression |
| Regression bei Epidemio. | die Abnahme der Krankheitshäufigkeit im Sinne der Verringerung der Prävalenz |
| Regression bei Hypnose. | ein Verfahren des Rückblicks in die eigene Kindheit |
| Regression bei Psychisch. | den unbewussten oder bewussten Rückgriff auf kindliche Verhaltensmuster, als Abwehrreaktion |
| Remission | das temporäre Nachlassen von Krankheitssymptomen |
| retrograde Amnesie | Verlust von Erinnerung VOR einem Trauma |
| rezidivierend | Rückfall einer Behandlung, die zeitweilig erfolgreich war oder nach spontaner Remission. |
| Satyriasis | krankhaft gesteigerter männlicher Geschlechtstrieb |
| Satyriasis | Gesteigertes sexuelles Verlangen beim Mann (auch: Donjuanismus) |
| Sekundär | Wenn etwas schon mal da war |
| Sodomie | sexuelle Handlungen mit Tieren |
| Somatisch | das, was sich auf den Körper bezieht, körperlich" |
| Somnambulismus | Schlafwandeln |
| Somnolent | Dämmerzustand, weckbar |
| Sopor | Qualität bei BW Verlust, Reglos bei wachem Bewusstsein, weckbar durch Schmerz |
| Spasmus | Krampf |
| SSRI | Untergruppe der Antidepressiva Selektiver Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer |
| Stupor | Qualität bei BW Verlust, eingeschränkte Reaktionsfähigkeit bei erh. Wachbewusstsein |
| synthyme | passend zur Situation |
| Tachykardie | Herzrasen, hoher Puls |
| Tourette-Syndrom | Komplexe Tickstörung, motorische Ticks, vokale Ticks |
| Tranquilizer | Familie zu der die Benzos gehören |
| Trichotillomanie | krankhaftes Haare ausreissen |
| unipolar | einpolig |
| Urticaria | Nesselfieber |
| Vaginismus | Spasmus der Vagina |
| Zyklothymie | Abgeschwächte bipolare affektive Störung |
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